Wenn „Eberhard“ und „Sebastian“…

Wenn „Eberhard“ und „Sebastian“ in Allach aufeinandertreffen….

Die Allach-Zwoate freute sich, am heutigen Sonntag im nagelneuen, von Spielervater Peter Salbeck und Mitspieler Mario Hagner gesponsorten Trikotsatz (vielen Dank schon mal, offizielles Foto folgt bei besserem Wetter) die Rückrunde zu beginnen, am liebsten natürlich mit einer Revanche für die Hinspielniederlage in Riedmoos, also mit einem Dreier. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer, denn man hatte in den ersten 45 Minuten alles gegen sich, was nur denkbar war. Zunächst und am heftigsten den Orkan „Eberhard“, der kaum einen kontrollierten Ball gegen den Sturm zuließ und enorm viel Kraft kostete. Dazu unsere eigene unerklärliche Schwäche in den ersten 25 Minuten, als wir nur mühsam ins Spiel fanden und viele Fehler machten. Auch der Schiri passte sich leider unserem Niveau an und pfiff nahezu alles gegen uns. Und wie es dann meistens so ist, wenn die „Sch..…“ eh schon bergauf läuft, hat man dann auch noch Pech ohne Ende. So beim 0:1 nach 19 Minuten , als ein Schuss der Gäste unglücklich abgefälscht in der anderen Torecke landete. Und natürlich gleich nochmals in der Art, als nur 6 Minuten danach auch ein Riedmoss-Freistoß durch einen Allacher so abgelenkt wurde, dass Keeper Carlos aus der Torwartecke nicht mehr rechtzeitig auf der anderen Seite klären konnte. Als sich Riedmoos sich dann mit 2 gegen 5 in Minute 37 zum 0:3 durchsetzte, schien der Drops zugunsten der Gelben gelutscht…

Schien…. Denn dann kam Sebastian ins Spiel. 6 Wochen nach dem 20.01., Tag des Schutzheiligen Sebastian, der für die Vertreibung der Pest und anderer Seuchen zuständig ist, sorgten unsere beiden „Sebastians“ für die Eliminierung der heutigen Seuche. Zum idealen Zeitpunkt unmittelbar vor dem Pausenpfiff, verwandelte Sebastian E. einer der vielen Ecken, dieses Mal getreten von Mike, mit einem wuchtigen Kopfball zum wichtigen 1:3 Anschlusstreffer. In der HZ-Besprechung waren wir uns alle absolut sicher, das Ergebnis mit dem Rückenwind noch zu unseren Gunsten zu drehen.

Und so kam es, dass alles, was im ersten Durchgang noch gegen uns gelaufen war, nun zu unseren Gunsten flutschte. Ganz voran frustrierte Orkan „Eberhard“ nun die Gäste, das Spiel fand fast nur noch in deren Hälfte statt, jeder Ball kehrte sturm- und „Allach-bedingt“ sofort wie ein Bumerang in die Zone der Gelben zurück. Die schwarz/weißen Hausherren spielten sich in einen wahren Rausch, eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf den Riedmooser Kasten zu, eine Eckenserie jagte die nächste und dem Riedmoos-Keeper flog ein Ball nach dem anderen um die Ohren, von denen er leider aus unserer Sicht zu viele entschärfen konnte. Und auch der Schiri meinte es nun in HZ-2, ausgleichend zu den ersten 45 Minuten, gut mit uns, alles war bereit für die Aufholjagd. Nur 8 Minuten nach Wiederanpfiff war es erneut Mike, der Sebastian W. bediente, der mit einem trockenem Pfund, wie man ihn kennt, den schnellen 2:3 Anschluss erzielte, der uns noch mehr Selbstvertrauen gab. Die TSV-Maschine lief auf Hochtouren, der nächste Treffer war nur eine Frage der Zeit. Und es „sebastiante“ auch zum dritten Mal: der stark umjubelte Ausgleichstreffer in Minute 76 blieb wieder Sebastian E. vorbehalten, der einen Traumpaß von Kai dem herauseilenden Gästekeeper durch die Hosenträger spitzelte.

Allach war komplett zurück, es waren nun noch 14 Minuten zu spielen und die Kleeblättler hatten noch genug Chancen, das Spiel komplett zu drehen um den Heimsieg zu erzielen, aber das Tüpfelchen auf dem „i“ wollte uns leider nicht mehr gelingen, was in Anbetracht der „Präsentation“ der 1. HZ auch vllt. ein klein wenig des Guten zu viel gewesen wäre, wenn man es realistisch betrachtet. Insgesamt muss man also mit einem 3:3 nach 0:3 Rückstand zufrieden sein, auch wenn man vor dem Spiel sicherlich mehr wollte. Aber mit dem Wollen und dem „auf-den-Platz-bringen“ ist es halt manchmal so eine Sache. Fakt ist aber auch, dass es eine absolute Respektleistung ist, einen 3-Tore-Rückstand noch in ein Remis zu drehen, anstatt aufzugeben und sich eine Packung abzuholen. Die Jungs wissen also jetzt, dass sie alles können, je nachdem, was sie in die Waagschale werfen, sowie, dass ein Spiel, egal wie es steht, nie verloren ist, bevor der Schiri nicht endgültig abpfeift. Und egal, wieviel Pech man erst hatte, man kann das Glück des Allacher Kleeblatts auch herbeizwingen, wenn man nur mutig und mit endlos Herzblut niemals aufgibt.

Tore/Assists:
19. Minute: 0:1 Gegner
25. Minute: 0:2 Gegner
37. Minute: 0:3 Gegner
45. Minute: 1:3 Sebi/Mike
***********************
53. Minute: 2:3 Basti/Mike
76. Minute: 3:3 Sebi/Kai

Kader (14 Spieler): Carlos Jonas Kai Felix Salbeck Daniel Seny Benni Mike Ousman Basti Erik Filip Sebi

NICHT im Kader (14 Spieler):
Pascal AlexP Lukas Nunzio Philipp Leon Mario Zoelli AlexT Adrian Michi Luki Marko Nizar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.