Wenn spielerisch nix zsammgeht..

Wenn spielerisch nix zsammgeht, ist die Moral überragend

Allach begann in Bergkirchen heute sehr stark, nach nur 4 Minuten hatten wir schon 3 sehr gute Chancen herausgespielt, aber leider keine genutzt. Und aus dem Nichts kamen die Hausherren nach 10 Minuten mit der ersten Aktion zur Führung, weil draußen die Flanke nicht konsequent verhindert und innen nicht eng genug gedeckt wurde. Leon versuchte die Fehler seiner Nebenleute zu beheben und die Flanke zu klären, leider ins eigene Tor, allerdings stand der Bergkirchner einschußbereit hinter ihm, also hätte es eh gescheppert, insofern egal. Nur 5 Minuten später waren wir wieder da, als Toure rechts außen auf Sebi durchsteckte und der den herauseilenden Keeper eiskalt überchipte. Allach wurde stärker, nur 3 Minuten, nachdem Youngster Luki eingewechselt war, setzte er überragend Robert ein, der in Minute 28 eiskalt zur Kleeblatführung vollendete. Sicherheit dadurch für Allach so wie letzte Woche gegen Schwabhausen? Leider Fehlanzeige, ganz im Gegenteil. Die Fehlerquote nahm in allen Mannschaftsteilen, vor allem in der Defensive, Ausmaße an, die man so bisher bei Grün nicht kannte. Die Hausherren wurden dadurch immer dominanter, wir hinten immer wilder. Und als wir endlich wieder mal vorne waren, wurde ein Foul gegen Allach nicht gepfiffen, aber anstatt mit hohem Tempo zurück zu kommen, wurde vorne lamentiert und der Konter wurde mangels Allacher Defensivleuten hinten von Bergkirchen zum Ausgleich abgeschlossen, bei dem sich Benni, heute bis dahin einer der besten Defensiven, auch noch so verletzte, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. Doppelter Schaden durch nur eine vermeidbare Aktion.

 

Zum Pausentee wurde alles analysiert und besprochen. Nochmals nach der Ansprache vor Spielbeginn wurde deutlichst darauf hingewiesen, dass hinten konsequent geklärt und bei Standards gedeckt werden muss, dass im Mittelfeld schneller und präziser abgespielt werden soll und dass vorne überwiegend über Außen der Erfolg zu suchen ist. Grau ist alle Theorie, wir machten fast permanent das Gegenteil. Es entwickelte sich ein wilder Schlagabtausch mit offenem Visier, bei dem wegen unserer immer noch höher werdenden Fehlerquote die Weißen mehr und mehr Überhand bekamen. In Minute 60 liefen wir dann zum zweiten Mal am heutigen Tag in einen Konter, bei dem die Abwehr viel zu weit und ohne Absicherung in der Gegnerhälfte tätig war, ein langer Ball auf den Ex-Bayernliga-Spieler Bläser, der legte auf seinen Kollegen ab und Bergkirchen war wieder vorne. Damit nicht genug, nur 6 Minuten danach folgte der ultimative Faux-Pas der Allach-Defensive, als nach einer Ecke gleich 2 lange Weiße am 2. Pfosten nicht genügend gedeckt waren, 4:2 für die Hausherren, die dachten, dass die Messe nun gelesen war.

 

Aber nun kam mal wieder das implantierte  „Zwoate-Gen“ zum Tragen, eine Moral in der Truppe, die ihresgleichen sucht, egal wer aus dem Kader auf dem Platz und/oder am Spielfeldrand steht bzw. umher tigert, dasselbe Bild bei unseren Fans:

 

ð Aufgeben? Niemals!

ð Abschlachten lassen? Auf keinen Fall!

ð Untereinander anfeuern? Eh klar!

ð An sich glauben bis zum Schlußpfiff? Immer!

 

Wir warfen nach lautem Appell an die Ehre alles in die Waagschale, gingen „All-In“, stellten nach dem 2:4 aus unserer Sicht auf Dreierkette, 2 Mittelfeldler und 5 (fünf) Stürmer um. Natürlich war dann der Druck vorne auf die Hausherren enorm, gleichzeitig waren wir hinten offen, aber egal, „entweder/oder, Katz oder Koder“. Und das immense Risko zahlte sich aus, Kai zog in der 76. rechts außen in seiner typischen Art, alles niederzurennen, was sich in den Weg stellt, los, schüttelte alle Gegner ab und wurde im 16-er gelegt. Wohli, der im Training bei den permanent geübten Elfern, immer noch bei 100% liegt, zeigte wie immer keinerlei Nerven und hämmerte den Ball zum 3:4 Anschlusstreffer in die Maschen, Allach war wieder dran, dieses Mal hatten wir nun erneut das Momentum für uns und vor allem hinten raus hatten wir, wie meistens, mehr Dampf im Kessel.

 

Die Gegner bekamen die Bälle nicht mehr geklärt und unsere Offensivübermacht gepaart mit unbändigem Willem führte dann zum letztlich verdienten Ausgleich, als Robert klug auf Sebi auflegte und unser heutiger „Mann-des-Tages“ den umjubelten 4:4 Ausgleich erzielte. Danach wurde sofort wieder auf 4-er-Kette umgestellt, nicht unbedingt um den einen Punkt zu halten, sondern um Bergkirchen ohne Dreier auf Distanz zu halten.

 

Die Mannschaft zeigte innerhalb von nur 6 Tagen zwei völlig verschiedene Gesichter und es gilt, um erfolgreich zu bleiben, die Form vom Schwabhausen-Spiel schnell wiederzufinden und zu konservieren, dann wird der nächste Dreier nicht lange auf sich warten lassen. Moral und Kampfgeist sind ja bereits top, aber die Jungs haben ja schon mehrfach gezeigt, dass sie es auch spielerisch können, also bitte: Beweistermin Sonntag 28.04., 12.45 dahoam gegen Gerberau im Derby, da gibt es noch was aus dem Hinspiel gut zu machen…

 

 

Tore/Assists:

11. Minute:   1:0   Gegner

15. Minute:   1:1   Sebi/Toure

28. Minute:   1:2   Robert/Luki

42. Minute:   2:2   Gegner

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60. Minute:   3:2   Gegner

66. Minute:   4:2   Gegner

78. Minute:   4:3   Wohli/Kai (FE)

85. Minute:   4:4   Sebi/Robert

 

Kader (14 Spieler): .
Carlos Jonas Benni Basti Luki Kai Sebi Zoelli Salbeck Leon Simon Toure Robert Lillo

 

NICHT im Kader (17 Spieler):

AlexP Nunzio Philipp Erik Adrian Mario Ousman Seny Mike Michi Lukas Marko Felix Filip Nizar AlexT Daniel

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