Zwoate siegt 4x in Folge, auch beim Ersten und klettert auf Platz 3

Autor:   Daniel Quero Espino

Sie siegen und siegen und siegen … und siegen!
Die Sieges-Serie der Zwoaten hält weiterhin Stand. Jetzt auch gegen den Tabellenführer aus Ludwigsfeld. Mit drei Siegen in Folge und 19 zu 5 Toren gingen die Allacher Jungs mit breiter Brust in das Duell gegen den TSV Ludwigsfeld. Zurecht, wie sich 90 Minuten später feststellen lässt. Aber fangen wir vorne an.
Wie auch in den letzten Spielen konnte Coach Chris leider nicht die Seitenlinie abgrasen, wie die Spieler das von ihm gewohnt sind. Also mussten es die Spieler selbst richten, als Team, als Einheit. Kompakt, eng gestaffelt und aggressiv in den Zweikämpfen, zu zweit, zu dritt, niemals alleine. Alles zusammen. So war der Auftrag vor dem Spiel. Und so wurde es umgesetzt – von der ersten Minute an und von jedem der 15 Kaderspieler.
Der Platz, weich, rutschig und so eben, wie eine Buckelpiste, war extrem schwer zu bespielen. Dementsprechend war die taktische Idee klar: Gebt dem Tabellenführer den Ball, lasst sie spielen und nutzt den richtigen Moment um ihn geschlossen überfallartig zu erobern.
Der Favorit aus Ludwigsfeld, technisch stark, teils wahnsinnig schnell und das heimische Geläuf gewohnt, tut sich von Beginn an schwer, Räume zwischen den Ketten der Allacher zu finden. Keine Chancen und kaum einen Abschluss (Ausnahme ist ein Freistoß an den Querbalken, durchaus ansehnlich getreten), aber immer wieder Ballverluste im Mittelfeld. Der Plan der Allacher geht also auf und wird belohnt: In der 19. Minute landet so ein Konter im Fuß von Filip. Der zieht in den Strafraum, lässt sich leicht nach Außen abdrängen, bleibt im Ballbesitz und kommt zum Abschluss. Ein Schüsschen in Richtung langes Eck. Eine einfache Aufgabe für den Torwart – sollte man denken. Nix da, der Torwart wackelt, hält den Ball nicht fest und natürlich ist er da: Jan-Philip Hupasch, alias JP staubt mal wieder ab. Eiskalt dieser Typ und es steht 0:1 aus Sicht der Gastgeber. Der Unglücksrabe zwischen den Pfosten muss anschließend auch noch verletzt vom Platz – gute Besserung an dieser Stelle! Der Trainer, sehr wahrscheinlich nie Torwart gewesen, übernimmt seine Position.
Der Spielstand hat sich also geändert, das Spiel jedoch nicht. Ludwigsfeld rennt immer wieder vergebens gegen die grüne Mauer. Und immer wieder verlieren sie den Ball, weil die Zwoate, allen voran Sebi auf der rechten 8er Position, auch immer wieder die richtigen Momente findet um giftig dazwischen zu spitzeln. Zweikampf um Zweikampf verlieren die Hausherren so und die Allacher verpassen es leider mehrfach, das ganz furchtbare Stellungsspiel des neuen Torhüters auszunutzen. 3 oder 4 mal wurde der Keeper auf höchstens Brusthöhe quasi angeschossen – trotz einer Torwart untypischen Körpergröße.
Ludwigsfeld selbst kam in der ersten Halbzeit nur noch zu zwei ungefährlichen Abschlüssen jenseits vom Tor landend und einer sehr gefährlichen Standardsituation, die am Ende wieder am Aluminium landet.
1:0 zur Halbzeit aus Sicht des Kleeblatts.

Die zweite Halbzeit beginnt wie sie aufgehört hat. Die Gastgeber versuchen vieles, stellen taktisch etwas um, was ihnen kurz mehr Räume schafft, aber nur kurz. Dann sieht es aus wie in Halbzeit eins. Allach erobert immer wieder den Ball auf Höhe der Mittellinie und schaltet dann schnell um – in dem Wissen unbedingt aufs Tor zu schießen. Nach einer Stunde Spielzeit hat es dann endlich wieder geklingelt, diesmal durch den Kapitän Wohlmannstetter. Sechs Minuten später klingelt es schon wieder und auch Filip Kowalczuk bezwingt den Torwart.
Messe gelesen könnte man denken und haben vielleicht auch ein paar gedacht. Denn die Allacher lassen daraufhin tatsächlich etwas nach und die Ludwigsfelder versuchen nochmal alles. In der 80. Minute gelingt ihnen dann auch das Tor, nachdem Quero einen, in der Intention Ruhe bringenden Pass Richtung Defensive spielt, den Keeper Carlos ruft (der ist noch am weitesten weg), die zwei Innenverteidiger sich nicht entscheiden können und das Anspiel so am Ende wunderschön beim Gegner landet. Der umkurvt den Torwart und lässt ihm so keine Chance.
10 Minuten stehen zu diesem Zeitpunkt noch auf der Uhr. Wirds nochmal spannend? Eigentlich nicht wirklich. Ohne, dass es zu weiteren Chancen kommt, belohnt sich dagegen Sebastian Eiwanger noch für seinen grandiosen Auftritt mit einem schönen Heber über den Keeper ins lange Eck. Endstand 1:4.
Eine Mannschaftsleistung wie sie besser hätte nicht sein können.
Unterstützt wurde die Zwoate wie so häufig von Spielern der Damenmannschaft und der Dritten. Schön, einen solchen Zusammenhalt im Verein zu haben!

Tore:
0:1 Jan-Philip Hupasch (Filip Kowalczuk)
0:2 Sebastian Wohlmannstetter (Gegn. Torwart)
0:3 Filip Kowalczuk (Lukas Dahm)
1:3 unbekannt
1:4 Sebastian Eiwanger (Antonio Rakusic)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.